begegnung G - Der andere Religionsunterricht

Mit dem Generationenprojekt "begegnung G – Der andere Religionsunterricht" geht die Kirchgemeinde Stäfa neue Wege in der Religionspädagogik.

Reformierte Kinder begegnen Menschen einer älteren Generation Das Begegnungsprojekt mit Menschen einer anderen, älteren Generation aus der Gemeinde sieht vor, dass jedes Kind der Reformierten Kirchgemeinde ab der vierten Klasse eine Begleitperson erhält, die das Kind bis zu seiner Konfirmation zweimal jährlich in Form von regelmässigen Begegnungen begleitet. Zu zweit oder zu dritt besuchen die Kinder ihre Begleitpersonen und dabei kommen die beiden Altersgruppen miteinander ins Gespräch.

Ein Gewinn für beide Seiten So erfahren Kinder wertvolle Traditionen einer älteren Generation. Umgekehrt bekommen die Erwachsenen Eindrücke, was Kinder heute beschäftigt. Ein Gewinn für beide Seiten. Die Gespräche ersetzen einen Teil des Pensums für den Unterricht. Ausserdem werden durch die Geschichten, welche die Kinder bei diesen Besuchen hören, Traditionen, Werte, Bräuche besser vermittelt als im Unterricht.

Stand der Einführung Die Kirchenpflege hat diese neue Form des Religionsunterrichts ab dem Schuljahr 2010/2011 definitiv eingeführt. Laufend wird jetzt in jedem Schuljahr ein Jahrgang neu in das Programm aufgenommen. Im Endausbau im Jahr 2015/2016 werden 360 refomierte Schulkinder im Dorf Begegnungen erleben. Ein Netzwerk entsteht. Menschen der älteren Generation werden ihre Ressourcen einbringen und damit einen Beitrag an die Resilienz der Kinder leisten.

Ausgezeichnet mit dem Boldernpreis für Generationenarbeit 2008 Ende Mai 2010 wurde im Rahmen eines Festaktes die Verleihung des Boldernpreises für Mehrgenerationenarbeit für dieses Projekt gefeiert.
Erstmals hat das Evangelische Tagungs- und Studienzentrum Boldern in Männedorf 2008 den Boldernpreis für kirchliche Alters- und Generationenarbeit verliehen. Den zweiten Preis erhielt Projekt „begegnung G“ der Kirchgemeinde Stäfa.
An der Preisverleihung stellten Thomas Schaufelberger, Pfarrer, und Karin Gremminger, Psychologin und Projektleiterin, das Projekt vor, das ein Teil des kirchlichen Unterrichts für reformierte Schüler und Schülerinnen darstellt. Aufgrund neueren Erkenntnissen aus der Psychologie, die einen Zusammenhang von sozialen Kontakten in einer Dorfgemeinschaft und psychischer Gesundheit und Stabilität von Menschen nachgewiesen hat, ist das Projekt entstanden. Das Projekt wird von einem Beirat begleitet. Ihm gehören Fachleute aus dem Bereich Kinderpsychologie, Familienarbeit, Religionspädagogik, an wie der Entwicklungspsychologe Dr. Heinrich Nufer.
Der Boldernpreis 2008 wird erstmals verliehen. Für das prämierte Stäfner Projekt hielt Antoinette Killias, Leiterin Inland HEKS, die Laudatio. Das Projekt besteche durch die „innovative und durchdachte Grundidee“ und durch eine hoffentlich grosse Nachhaltigkeit bei den beteiligten Kindern. Sie wünschte dem Projekt, dass es in möglichst vielen Gemeinden Nachahmung findet, vielleicht sogar über den reformierten Bereich hinaus. Dann könnte es ein Projekt werden, das der Integration dient.

Begegnungspersonen gesucht Wir suchen für jedes Schuljahr mindestens 20 Personen, Frauen und Männer ab etwa 50 Jahren, welche eine solche Begleitung übernehmen. Der Zeitaufwand beträgt etwa 3 bis 5 Stunden pro Jahr. Die Begleitpersonen werden geschult und können sich bei Fragen jederzeit an die Projektleiterin werden, von der sie unterstützt werden. An einem Abend im September findet für alle Begleitpersonen im Forum Kirchbühl ein verbindlicher Einführungsabend statt. Der Informationsabend für alle Beteiligten - Kinder, Eltern, Begleitpersonen - findet anfangs Oktober statt.

Bitte melden Sie sich... Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Mail bei einer der folgenden Personen:
Elisabeth Köng
Elisabeth Köng
Kirchbühlstrasse 40
8712 Stäfa
044 927 10 62 (Fax 044 927 10 91)
elisabeth.koeng@kirchestaefa.ch

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Autor: Elisabeth Köng     bereitgestellt: 16.09.2011