Monika Götte

... und ihr habt mich nicht besucht

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Wünschen Sie Besuch oder ein Gespräch? Haben Sie eine brennende theologische Frage? Oder haben Sie Bekannte, die besucht werden sollen?
Monika Götte,
Den meisten wird der Satz «Ich war krank und ihr habt mich besucht…» vertrauter sein. Er steht im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums in der Gerichtsrede Jesu. Wer die Kranken besucht hat, der hat ihn selbst, Christus, besucht – und wer die Kranken nicht besucht hat, der ist auch Christus etwas schuldig geblieben.

Sowohl das Pfarrteam als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinde möchten die Kranken besuchen und die Trauernden trösten, die Einsamen wahrnehmen – sie besuchen, ihnen zuhören, mit ihnen beten, das Abendmahl bringen, oder einfach da sein. Wir möchten da sein auch für theologische Fragen.
Leider erleben aber manche Gemeindeglieder, dass sie nicht besucht wurden, als sie beispielsweise im Krankenhaus waren oder gerade länger krank zu Hause waren, als sie trauerten und nicht wussten, wohin mit ihrer Trauer.
Das tut uns aufrichtig leid! In den meisten Fällen liegt das daran, dass wir davon nichts wissen.

Wir sind keine Hellseher...
Zum einen: wir können es nicht riechen. Da sind so viele Menschen in unserer Gemeinde, so viele, deren Angehörige wir beerdigt haben, so viele, die uns bei Veranstaltungen begegnen – es ist unmöglich, dass wir da alles im Blick haben und wahrnehmen. Oftmals gelingt uns eine Nachfrage oder dergleichen, oftmals aber auch nicht.

Die Sache mit dem Datenschutz
Zum anderen: Datenschutz wird heute grossgeschrieben, auch in Krankenhäusern; das heisst konkret, dass keine Informationen das Krankenhaus verlassen. Früher haben Kirchgemeinden von den Krankenhäusern der Region Listen erhalten mit Gemeindegliedern – heute erhalten wir gar nichts mehr. Wir können auch nicht im Krankenhaus anrufen und fragen, ob jemand von der Gemeinde dort ist. Nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten oder der Patientin darf die Spitalseelsorgerin in Männedorf unser Pfarrteam kontaktieren. Aber wer weiss das schon? Und wer denkt beim Spitaleintritt daran, ausdrücklich Besuch zu wünschen, damit wir informiert werden?

Wir brauchen Ihre Hilfe!
Deshalb ist es wichtig, dass Sie, liebe Gemeindeglieder, dies wissen und auch weitererzählen und dass Sie uns benachrichtigen, wenn Sie oder jemand, der Ihnen nahesteht, ins Krankenhaus müssen. Wir besuchen die Kranken gerne – wenn wir von ihnen wissen.
Gleiches gilt natürlich auch für andere Belange des Lebens: Wenn es jemandem schlecht geht und er oder sie jemanden zum reden braucht; wenn jemand sehr alleine ist und sich eigentlich Besuch wünscht; wenn jemand Unterstützung im Alltag braucht oder wenn die Trauer im Leben zu gross ist…
Wir geben unsere Zeit und Unterstützung gerne – doch wir sind darauf angewiesen, dass Sie uns informieren und/oder auf andere hinweisen. Melden Sie sich bei uns, weisen Sie uns darauf hin, dass es beispielsweise der Nachbarin nicht gut geht und bieten Sie ihr an, uns zu kontaktieren. Weisen Sie uns darauf hin, dass jemand, den Sie kennen, ins Krankenhaus muss oder ein Umzug in ein Altersheim bevorsteht.

Also, bitte melden Sie sich und informieren Sie uns!
Auch während den Sommerferien sind Ansprechpersonen da, beispielsweise die Pfarrperson, die » Amtswoche hat.
» Ansprechpersonen
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