Monika Götte

Waffenexporte in Bürgerkriegsländer...?

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Die Schweiz beliefert viele Länder mit Waffen - auch Bürgerkriegsländer. Die Korrektur-Initiative will dem entgegentreten.
Monika Götte,
Eine sarkastische Comic-Zeichnung, die ich kürzlich auf Facebook gesehen habe, ist mir im Gedächtnis geblieben: Bundesrat Schneider-Ammann steht in einer zerbombten Stadt, um ihn herum liegen Kriegsopfer. Einem Toten schüttelt der Bundesrat die Hand und sagt: Vielen Dank, mit ihrem Tod haben Sie einen Arbeitsplatz in der Schweiz gerettet.

Zugegeben, eine bitterböse Illustration. Allerdings zeigt sie einen Punkt auf, der nur zu gerne ins Feld geführt wird: Die Arbeitsplätze. Arbeitsplätze zu schützen ist ein wichtiges Anliegen, ohne Zweifel. Heiligt aber der Zweck die Mittel? Nein, denn Unrecht (die indirekte Unterstützung eines Krieges) bleibt Unrecht. Man mag auch sagen: Wenn wir die Waffen nicht liefern, liefert sie jemand anders. Auch das mag stimmen - doch auch hier muss man sich fragen, ob es deswegen legitim ist, am Tod anderer noch zu verdienen?

Denken wir grundsätzlich nicht viel zu gering vom Einfluss der Schweiz auf andere Länder? Ich finde, wir könnten mit gutem Beispiel vorangehen, statt uns hinter der Ausrede "die anderen tun es auch" zu verstecken. Und wir könnten ein Zeichen setzen, das unseren christlichen Grundwerten entspricht (s. die Präambel unserer Bundesverfassung), nämlich die Voranstellung von Menschenleben über den materiellen Gewinn.

Präambel der Schweizer Bundesverfassung
Im Namen Gottes des Allmächtigen!
Das Schweizervolk und die Kantone,
in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung,
im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken,
im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben,
im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen,
gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen,
geben sich folgende Verfassung: ...


Weiterführende Links
Helfen Sie mit bei der Unterschriftensammlung für die » Korrektur-Initiative
» Der Zürcher Kirchenrat wehrt sich gegen erleichterte Waffenexporte
» Offener Brief von Zürcher Pfarrerinnen und Pfarrern an den Bundesrat

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