reformiert.lokal 10.02 - Wir sind Jesu Jünger*innen!

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Bitte beachten Sie, dass in der aktuellen Version des reformiert.lokal 10.02 die Angaben auf dem Stand bei Redaktionsschluss per 05. Oktober 2020 beruhen. Besten Dank für Ihr Verständnis.

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Leitartikel - Wir sind Jesu Jünger*innen!

Es ist seit jeher so, dass der christliche Glaube junge Menschen anzieht. Und seit jeher gilt auch die Regel: Egal wie jung die Menschen sind, die sich vom christlichen Glauben begeistern lassen, Jesu Freunde sind Jünger.

Was wie ein schlechter Witz daherkommt, trägt in sich ein Körnchen Wahrheit: Unsere Kirche wird älter, und mehr und mehr verliert sie den Kontakt zu den jüngeren Generationen. Wahr ist aber auch, dass die Kirche junge Menschen in ihrer Gemeinschaft braucht, damit sie lebendig bleibt und eine Zukunft hat. Die Kirche ist aber, was ihre Attraktivität unter Jugendlichen betrifft, im Moment nicht sehr angesagt.

Was müssen wir tun, um wieder zu einem relevanten Player unter jungen Menschen zu werden? Die grundsätzlichen Koordinaten haben sich nicht geändert: Auch heute noch sind junge Menschen auf der Suche nach Sinn. An den alten Fragen hat sich nichts geändert: «Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was soll das Ganze hier?» Allerdings strömen junge Menschen auf ihrer Suche nicht mehr in die klassischen Häuser mit ihren sichtbaren Türmen und ihren volltönenden Glocken. Auf ihrer Suche tun sich andere, neue Wege auf. Die Geistesblitze, die es heute schaffen, Menschen zu tausenden zu erreichen, werden über Instagram und Twitter weitergeleitet und finden an Orten statt, die wir gar nicht auf dem Radar haben.

Wir altmodischen Menschen, die wir noch in eine Kirche gehen, merken das langsam und reiben uns die Augen. Und es ist gut, sich einmal die Augen zu reiben. Denn wer sich die Augen reibt, wird wach: Wach, um hinzusehen. Wach, um hinzuhören.

Wach sein, hinsehen und hinhören ist genau das, was wir machen müssen, um offen zu bleiben dafür, was junge Menschen wollen. Denn das können uns nur sie selber sagen! Wir sollten den jungen Menschen in unserer Kirche die Chance geben, so Kirche zu sein, wie es ihnen passt, auch wenn wir altmodischen nicht mehr alles nachvollziehen können.

Es ist nicht alles gut, was neu ist – aber das gleiche gilt für alles Alte! Wenn wir aufmerksam aufeinander hören und nachsichtig den Dialog suchen, so kommen wir bestimmt aneinander vorbei – und irgendwann vielleicht sogar zusammen. Fühl ich.

David Jäger, Pfarrer Hombrechtikon

J&auml;ger, David
David Jäger
Oetwilerstrasse 35
8634 Hombrechtikon



Frühere Ausgaben:
Ab Februar 2020 wurde der Name der Gemeindeseiten von reformiert.stäfa auf reformiert.lokal geändert.